Aktuelles

Grassi-Museum für Völkerkunde

Re:Orient – Die Erfindung des muslimischen Anderen

GRASSI Museum Leipzig

Sonderausstellung, Oktober 2019 – Februar 2020

 

Das GRASSI Museum für Völkerkunde stellt 9 Künstler*innen seine Räume zur Verfügung, um dem antirassistischen Kuratieren Platz zu bieten. In künstlerischen Auseinandersetzungen wird die Frage verhandelt, wie die Gegenüberstellung des sogenannten Orients und Okzidents kulturell, künstlerisch und politisch konstruiert wird. Klassisch konnotierte Sammlungspräsentationen werden mit kritischen Exponaten, Installationen und Interventionen gebrochen.

Die Texte der Ausstellung werden hierbei von Personen verfasst, deren Stimmen in Museen üblicherweise zu den marginalisierten Positionen zählen. Personen ÜBER die gesprochen wird, die nicht selbst sprechen dürfen. Die klare Grafik mit ihrer starken Typografie unterstützt die künstlerische Auseinandersetzung mit den Fragen nach Re:präsentation im Museum. Wer spricht wie über wen? Wie irritiert und bricht man mit Erwartungen? Und wie kommt man neu ins Gespräch?

 

Leistungen

 


 

Raum, Grafik, Partizipation, Umsetzungsbetreuung

Team: Paul Beaury, Alexandra Grandjacques

Fotos: GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Foto: Tom Dachs

Stadtmuseum Halle

Geschichten, die fehlen

Stadtmuseum Halle (Saale)

Sonderausstellung, November 2019 – August 2020

 

Wessen Geschichten erzählt so ein Stadtmuseum eigentlich? Im inklusiven Sammlungs- und Ausstellungsprojekt „Geschichten, die fehlen“ erarbeitete das Stadtmuseum Halle zusammen mit museeon und Hallenser Bürger*innen relevante Erzählungen von Menschen mit Behinderung in Halle. In Workshops und Community-Events wurde gemeinsam erzählt, gelacht, Missstände aufgezeigt, Objekte wurden entdeckt und hinter die Kulissen des Stadtmuseums und seiner Arbeit geblickt.

Die historischen und aktuellen Geschichten der Ausstellung zeigen, wie vielfältig die Stadtgesellschaft in Halle ist. Inklusive Sammlungs- und Ausstellungszugänge über Tastobjekte, Gebärdensprachvideos und Audiodeskriptionen ermöglichen es allen Interessierten sich den neuen Geschichten zu nähern. Dialogisch angelegte Vermittlungsformate laden ein, ins Gespräch zu kommen.

 

Leistungen


 

Beratung, Partizipation, Raum, Grafik, Illustration, Interaktion, Umsetzungsbetreuung

Team: Judith Bauernfeind, Oraide Bäß, Daniel Bäß, Paul Beaury, Claudia Wagner

Fotos: museeon

Stiftung Gehörlose und Schwerhörige FFM

Hallo Freiheit! Zusammen über Barrieren.

Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige,

Frankfurt University of Applied Sciences,

VdK Hessen-Thüringen, Frankfurt a. M.

Workshopausstellung, seit Januar 2020

 

Die neue Dauerausstellung „Hallo Freiheit. Zusammen über Barrieren“ in der Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige befasst sich anhand des Dreiklangs Information, Empowerment und Empathie mit dem Thema „Behinderungen und Barrieren“. In enger Zusammenarbeit mit der Frankfurt University of Applied Sciences und der VdK Hessen-Thüringen werden in einer inszenierten Wohnung technische Hilfsmittel und ausgewählte Exponate der Sammlung der Stiftung zur Deaf History präsentiert.

Vermittelnde, textarme Formate bilden den Rahmen, der es den Besucher*innen erlaubt, sich mit Fragen nach Behinderung, Beeinträchtigung und Barrieren im eigenen Alltag auseinanderzusetzen und darüber in den Dialog zu treten.

 

Leistungen


 

Kuration, Co-Kuration, Raum, Grafik, Illustrationen,

Interaktion, Partizipation, Umsetzungsbetreuung

 

Projektleitung: Paul Beaury

Konzept, Co-Kuration, Vermittlungsformate: Judith Bauernfeind, Paul Beaury

Texte: Judith Bauernfeind

Raum: Paul Beaury

Grafik: Paul Beaury, Claudia Wagner

Illustrationen: Daniel Bäß, Salom Beaury

 

Fotos: museeon

AG historische Stadt

Zerstört – Erhalten – Gerettet: Lebenswerte Altstädte

Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg

Stadtraumausstellung, Mai 2020 – März 2021

 

Für das Jahresthema der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg hat museeon Ausstellungselemente für den Stadtraum entwickelt. Die Informationsträger mit spannender Form zeigen in den Städten historisch relevante Themen und bieten eine Fläche für die Auseinandersetzung mit der Geschichte. Die Gestaltungsidee macht Verborgenes sichtbar und verweist auf die Spuren, die sich in den historischen Altstädten finden. Die einfache Form des Rechtecks wird durch Drehung und Anschnitt in neue spannende Formen transformiert. So steht es für die Sichtweise auf Objekte, die deren Reiz oft erst verdeutlicht.

 

Leistungen


 

Raum, Grafik, Umsetzungsbetreuung, Marketinggrafik

 

© museeon
Projektleitung: Oraide Bäß
Grafik: Alexandra Grandjacques, Claudia Wagner, Oraide Bäß
Keyvisual: Christoffer Martens, Oraie Bäß
Fotos: AG historische Stadt, Erik-Jan Ouwerkerk

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

Mensch Brandenburg

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam

Sonderausstellung, Oktober 2020 – Mai 2021

 

Zum 30. Geburtstag des Bundeslandes Brandenburg wurden in einer Ausstellung 30 Foto-Portraits von Orten gezeigt, die stellvertretend für brandburgische Themen stehen. 30 damit verknüpfte Interview-Partner*innen kamen zu Wort während eine wandfüllende Zeitleiste die Highlights der letzten 30 Jahre Brandenburg präsentierte. Die offene Gestaltung lädt mit ihren großen Themen-Icons zu einem spielerischen und assoziativen Entdecken ein. Alle Besuchenden können sich je nach Interesse ihre eigene Route zusammenstellen. Es entsteht ein sehr persönlicher Ausstellungsbesuch, der bestenfalls mit einem Gruppenfoto auf dem betretbaren Hashtag als Erinnerung endet.

 

Leistungen


 

Raum, Grafik, Interaktion,
Umsetzungsbetreuung

© museeon für und mit Kooperative Berlin Medienproduktion GmbH

Raum: Paul Beaury

Vermittlungsformate: Paul Beaury

Grafik: Claudia Wagner, Paul Beaury

Fotos: Sven Gatter / museeon

Stadt Halle (Saale)

Unantastbar: Unsere Grundrechte

Stadt Halle (Saale)

Stadtraumausstellung, August 2020

 

Vor dem Hintergrund des Jahrestags des Anschlages auf die Synagoge in Halle und der öffentlichen Diskussion der Grundrechte in der halleschen Öffentlichkeit hat das Stadtmuseum Halle zusammen mit museeon eine Stadtraumausstellung umgesetzt. Die Stimmen aus der Stadtgesellschaft zu den Erlebnissen sowie Gedanken und Sorgen zu den Ereignissen wurden partizipativ gesammelt und ausgestellt. Diese sehr persönlichen Botschaften wurden durch Auszüge aus dem Grundgesetz ergänzt. Als Informationsträger dienten überdimensionierte Bücher, die auf dem Marktplatz als zentraler Ort der Stadtgesellschaft Raum ergreifen.

 

Leistungen


 

Grafik, Partizipation,

 

© museeon
Projektleitung & Partizipation: Paul Beaury
Grafik: Alexandra Grandjacques